Sommerfest 2008 - Anfahrt Papierschiff am 07.06.2008

Ein Fernsehteam des MDR berichtete

Joachim Pflücker und Frau ließen es sich nehmen, die letzte Fahrt mit dem Papierschiff selbst zu unternehmen

Karin-Ose Röckseisen und Joachim Pflücker

Am 08.06.2008 wurde das Papierschiff endgültig zerlegt

 

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Text © Röckseisen
Fotos © Röckseisen + Elsermann

 

FÖRDERKREIS INSELSEE SCHARNEBECK e.V.

Vorsitzende:
Karin-Ose Röckseisen
Am Hang 9
21379 Scharnebeck
Tel./Fax: 04136-910077 / 910078
E-Mail: roecksei @ web.de

Letzte Fahrt des Riesen-Papierschiffs

9 Meter lang, 4 Meter breit – was der Aktionskünstler Frank Bölter im Herbst 2007 auf der Lauenburger Hitzlerwerft aus Tetrapak-Papier gefaltet hatte, war eigentlich reif für das Guinnessbook der Rekorde. Aber seine „Fahrt bis ans Ende der Welt“ auf der Elbe beendete die Wasserschutzpolizei schon nach wenigen Metern.

So kam es, dass Karin-Ose Röckseisen und Joachim Pflücker mit einigen Spendern das Schiff im September 2007 bei e-bay für 201,00 € ersteigerten und mit dem größten Möbelwagen der Firma tejo auf den Inselsee bei Scharnebeck holten.

Nach mühsamen Reparaturen (Hauptakteure Gerhard Budde und Günter Harder) wurde es am 7. Oktober 2007 bei einem Familienfest auf den Namen „Friendship“ getauft und fuhr mit dem „Standhaften Zinnsoldaten“ aus Andersens Märchen und vielen Passagieren über den See, an Tauen hin- und hergezogen. Das ARD-Mittagsbuffet drehte einen Fernsehspot davon – das Kamerateam holte sich dabei nasse Füße auf dem leck geschlagenen Schiff. Die Spenden der Passagiere gingen an den Förderkreis Inselsee für weitere Maßnahmen zur Sanierung des Sees. Hausmeister H.-J. Luck brachte das Schiff ins Winterlager und am 7.6.2008 wieder an den See.

Nach all den Strapazen sah das Schiff nicht mehr besonders seetüchtig aus. Neuerliche Reparaturen machten es wieder startklar. Und so fuhr es denn am 7. Juni 2008 bei einem Familienfest mit reichhaltigem Rahmenprogramm noch 5 Törns mit mehr als 25 Passagieren, und das MDR-Fernsehen war auch dabei. Danach begann das Abwracken: Die „Reeder“ Ose Röckseisen und Joachim Pflücker und „Kapitän“ Budde schnitten mit Scheren und Messern brauchbare Stücke aus dem Schiff: die bunten Kinderfiguren  und DinA1-Stücke zum Falten kleinerer Schiffe. Vieles wurde sofort vor Ort versteigert. Ein paar kleine Papierschiffe, aus dem großen Mutterschiff geschnitten und genauso hübsch dekoriert, warten noch auf Käufer – Gebote an Röckseisen, Tel. 04136-910077 oder roecksei@web.de.

Der Rest wurde am nächsten Tag zerlegt und für den grünen Punkt verpackt, denn es handelt sich ja um Verpackungsmaterial für Milchpakete und um Styropor aus dem „Schornstein“. Die 5 Regentonnen, die dem Schornstein Stabilität verliehen, dienen nun wieder ihrem ursprünglichen Zweck.

Das Riesen-Papierschiff ist zwar nicht einmal 1 Jahr alt geworden, aber durch die kleinen „Nachkommen“ lebt es weiter –  „happy-end“ eines modernen Märchens.

Fotos (Röckseisen und Elsermann). 1: Anfahrt, 2: Abladen, 3: MDR-Fernsehteam, 4: letzte Fahrt, 5: Falten kleiner Schiffe 6: der traurige Rest in Haufen

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